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Hoher Besuch beim BVZ


Als im November der Kreisparteitag der CDU in Rosenfeld tagte, ergriff Ramona Rausch, Geschäftsführerin Bundesverband der Zweithaar-Spezialisten e.V. (BVZ), die Chance, und lud Annette Widmann-Mauz, CDU/CSU Parlamentarische Staatssekretärin beim Bundesminister für Gesundheit, vor Beginn der offiziellen Veranstaltung in die neuen Räumlichkeiten der Geschäftsstelle des BVZ ein. Im persönlichen Dialog konnte sie mit Annette Widmann-Mauz einige Themen ansprechen, die den BVZ und seine Mitglieder seit langem beschäftigen.

Dazu gehören die immer noch fehlenden, einheitlichen Hilfsmittelnummern für Haarersatz ebenso wie die oft nicht nachvollziehbaren Abläufe mancher Krankenkassen bei der Bearbeitung und Genehmigung von Kostenvoranschlägen. „Es gibt immer noch Krankenkassen, die ihre Versicherten dazu auffordern, ihren Haarersatz direkt mit der Krankenkasse abzurechen. Dies steht jedoch im absoluten Gegensatz zu dem, was vom Gesetzgeber im Sozialgesetzbuch V geregelt wurde. Für unsere präqualifizierten Zweithaar-Spezialisten ist der Service der Abrechnung mit den Kassen fester Bestandteil ihrer Leistungen gegenüber ihren Kunden“, nennt Ramona Rausch ein immer wiederkehrendes Ärgernis, das es im Sinne der Versicherten und Betroffenen zu beseitigen gilt.

Nicht nachvollziehbar für Ramona Rausch, wie für die Mitglieder des BVZ auch, ist die nach wie vor ungeklärte Fragestellung, warum Zweithaarspezialisten diverse Auflagen erfüllen müssen, um praktizieren und mit den Krankenkassen abrechnen zu können, während es immer noch genügend Friseurbetriebe gibt, die dies auch ohne Präqualifizierung und Verträge machen können. Diese und weitere Fragen konnten von Annette Widmann-Mauz im Rahmen dieses Treffens zwar nicht abschließend beantwortet werden, doch Ramona Rausch traf auf offene Ohren und konnte die Brisanz der Thematik sowie die daraus resultierenden Schwierigkeiten für Betroffene wie auch Zweithaar-Spezialisten vermitteln.

Weiter nutzte Ramona Rausch das Treffen, Kritik zu üben an der Tatsache, dass im Gemeinsamen Bundesausschuss (G-BA) Angelegenheiten der „sonstigen Leistungserbringer“ geregelt würden, ohne dass diese überhaupt am Prozess beteiligt seien, geschweige denn ein Stimmrecht hätten.  Dazu erklärte Annette Widmann-Mauz, dass daran nicht ohne weiteres etwas geändert werden könne, da die Zusammensetzung des G-BA gesetzlich geregelt sei.  

Nun gilt es für den BVZ „am Ball zu bleiben“ und sich in Berlin mit Professionalität und Hartnäckigkeit immer wieder ins Gespräch zu bringen. „Es war mir ein Herzenswunsch, die Themen, die den BVZ beschäftigen gegenüber Annette Widmann-Mauz anzusprechen und bei ihr auf Verständnis zu treffen. Jetzt hoffe ich, dass wir so die Entscheidungen in Berlin möglicherweise etwas beeinflussen und bald erste Ergebnisse vermelden können“, fasst Ramona Rausch das Gespräch mit der Parlamentarischen Staatssekretärin zusammen.
 



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